Das Wort vom Acker…

September 2019

…nächsten Sonntag wird das Erntedankfest gefeiert. Ein passender Anlass unabhängig jeglicher Religionszugehörigkeit einige Gedanken zu unserem Projekt „Solidarische Landwirtschaft“ loszuwerden.

Wer an einem der letzten Spätsommernachmittage auf dem Acker stand, im golden gefärbten Licht und mit dem Geruch von frischer Erde in der Nase, den konnte schon die Freude und der Stolz darüber packen, was hier für uns möglich geworden ist. Die Paprikaschoten blitzen bunt durch den Blätterdschungel im Folientunnel, Bienen summen in den Malven und den schweren Köpfen der Sonnenblumen zwischen den Parzellen und am Rosenkohl bilden sich erste kleine Knospen. Es wächst und blüht und gedeiht und das ist ein erfüllendes Gefühl.

Der Acker und das Wetter verlangen uns (besonders natürlich unseren Gärtnern) einiges ab, aber es kommt auch einiges zurück. Natürlich ist längst nicht alles perfekt. Bei einigen Sorten stimmen die Mengen noch nicht, der Fenchel war teilweise etwas holzig, die Mäuse sorgen für etliche hohl gefressene Möhren und fehlende Kohlportionen…aber wir sind im ersten Erntejahr und einige Dinge werden auf Grund verschiedener Umstände vielleicht nie so, wie man sie sich eigentlich wünscht.

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Trotzdem: Zusammen haben wir für etliche gefüllte Salatschüsseln auf Grillfesten, für den Duft von Paprika und Gurke in Brotdosen, für aromatischen Basilikum im Wasserglas auf der Fensterbank und für Fragen wie „Was kann man denn NOCH mit Auberginen machen?“ gesorgt.

Jedes Harken und Beikrautzupfen, jedes Pflanzen und Ernten, jedes Aufteilen und Ausfahren, jedes Kalkulieren, Depots sauberhalten, Bauen, Werkeln und zu Hause die Stellung halten, hat dazu beigetragen. All das leckere Gemüse, die frischen Salate und tollen Kräuter kommen für uns aus einem Boden, mit dem wir pfleglich umgehen und den wir respektieren, ohne lange Lieferketten und Lagerzeiten und ohne unnötige Plastikverpackungen.

Das ist toll, Leute! Danke, dass ihr unser Projekt am Laufen haltet und wir die Möglichkeit haben, an einer Stelle in unserem Alltag etwas anders zu machen. Lasst uns weiter anpacken und dranbleiben!