Impressionen der „Vor Ort fair ändern“

September 2019

Mit unserem mobilen Messestand waren auch wir auf der Ökomesse am 1. September in Buxtehude präsent.
Wir haben nicht nur Gespräche mit zahlreichen Interessenten an unserer SoLaWi geführt, sondern konnten auch neue Kontakte in verschiedene Richtungen knüpfen.
So gab es zum Beispiel Gespräche mit dem NABU über den Bau eines großen Insektenhotels für den Acker, das natürlich ein anderes Format haben soll als die Exemplare im heimischen Garten.
Oder auch mit Alex von Tofte, die mit der Idee, Früchte über Wildhecken zu gewinnen, unglaublich leckeres Eis herstellen. Hier sind wir im Gespräch, uns an der Umsetzung von Toftes Versprechen „Für 100 Eis pflanzen wir 2 Meter Wildhecke“ zu beteiligen. Denn schließlich ist es auch unser Plan, auf dem Acker eine Hecke u.a. zum Windschutz zu pflanzen.

Neben einem Stand der Kaffeerösterei Iwersen, die ihr sicherlich vielen bekanntes Geschäft in Buxtehude hat, war auch noch ein solidarischer Kaffeeimporteur und -röster mit einem Stand vertreten: El Rojito. Nach zahlreichen verzehrten Tassen können wir nur sagen: lecker!
Bei Getränken bleibend: wer sich lieber der abendlichen Genussmittelversorgung widmen möchte, kann mal auf der Seite der Wilhelmsburger Bierbrauerei Wildwuchs vorbei schauen.
Zahlreiche Bastelangeboten und der Kurbel-Koffer mit einem Theaterstück zur Verschmutzung der Meere luden auch Kinder zum Verweilen auf der Messe ein.

Schließlich hat unser Gärtner Moritz noch bewiesen, dass er auch leckere Pfannkuchen backen kann, indem er Ecki im Pfannkuchenwagen von Familie Meibohm tatkräftig unterstützt hat.
(Katha)

Geselliges Mittsommer auf dem Acker

Juni 2019

Am Samstag haben wir auf dem Acker das Mittsommerfest gefeiert. Ab den frühen Mittagsstunden trudelten die ersten fleißigen SoLaWistas ein, ausgerüstet mit Handschuhen, Schaufeln und voller Tatendrang. Man suchte sich ein nettes Plätzchen auf dem Acker und machte sich an die Arbeit, um unsere Gemüsebeete vom Beikraut zu befreien. Innerhalb eines Nachmittages wurden zahlreiche Schubkarren mit Beikraut vom Acker gefahren. Währenddessen machten sich Moritz und ein paar weitere starke Männer daran, die Bewässerung in den Folientunneln aufzubauen und wiederum andere stellten unseren Wildzaun auf. Während die Erwachsenen „ackerten“, spielten die Kinder fröhlich miteinander auf dem Hof.

Gegen 19 Uhr wurde dann der Feierabend eingeläutet und der neue Grill in Betrieb genommen. Neben dem Grillgut gab es zahlreiche Nudelsalate und andere Leckereien. Bei netten Gesprächen am Tisch kam man zusammen und genoss das herrliche Wetter. So hatte man die Möglichkeit, sich kennenzulernen und man hatte sich viel zu erzählen. Und so klang der Abend bei strahlendem Sonnenschein und einer tollen Stimmung langsam aus. Man kann gar nicht sagen, wer sich am meisten gefreut hat: war es unser Gärtner Moritz, der hingerissen war von dem, was die SoLaWistas geschafft hatten, waren es die Kinder, die voller Begeisterung in den Matschpfützen planschten; war es Christoph vom Vorstandsteam, der begeistert war von dem, was wir in den letzten Monaten aus dem Boden gestampft haben, oder die SoLaWistas selbst, die mal eine Gelegenheit hatten, sich unserem Acker zu widmen?

Am Ende hat es uns allen gezeigt, was wir mit unserer SoLaWi erschaffen haben: eine Gemeinschaft aus vielen netten Menschen, die es zusammen möglich machen, dass sich unsere Depots mit leckerem Gemüse füllen. Und es hat uns gezeigt, dass wir willkommene Gäste auf dem Biohof Meibohm sind und jeder eingeladen ist, sich einen Eimer und eine Schaufel zu schnappen und zu gärtnern wie man lustig ist. Also, selbst wenn ihr es gestern nicht geschafft haben solltet vorbeizukommen, ich kann euch nur empfehlen, euch mal ein bisschen Zeit zu nehmen und einfach mal auf den Acker zu fahren und die Aussicht zu genießen.

Es ist schön, die Auberginen zu sehen, die in wenigen Wochen den Weg auf unsere Teller finden werden, die Möhren vom Beikraut zu befreien, damit sie bald groß werden oder ein paar Jungpflanzen in die Erde zu bringen, damit wir leckere Blattsalate zu den nächsten Grillfesten mitbringen können. Jeder kann sich auf dem Acker austoben, auch wenn gerade kein Gärtner dort ist, denn es gibt immer was zu tun. Und wir planen auch schon das nächste Fest, da es uns allen so viel Spaß gemacht hat. Und damit das jedem noch mal bewusst wird, auch diejenigen, die nicht auf dem Acker mithelfen können oder wollen, sind herzlich eingeladen! Wir freuen uns darauf, jeden einzelnen von euch kennenzulernen!
(Luise)

Osterromantik auf dem Acker

April 2019

Mit zahlreichen helfenden Händen haben wir bei unserem Osterpflanztag wieder einiges geschafft: 7.500 Jungpflanzen und 8.500 Steckzwiebeln wurden gepflanzt bzw. gesetzt. Nebenbei wurde ein Folientunnel mit Bewässerungsrohren und zwei Folientunnel mit Pflanztischen ausgestattet.
Die jüngeren Helfer haben sich auch noch um die Herstellung von Samenbomben mit Hummelsaatenmischung gekümmert, die im Mai auf unseren Acker geschmissen werden oder auch den ein oder anderen Ort in der freien Wildbahn finden mögen.

Nach getaner Arbeit und leckerem Abendessen mit Buffet und Grill, haben wir den Tag ausklingen lassen: Feuerkörbe, Stockbrot und Folientunnel, die durch Beleuchtungskunst in neuem Licht erstrahlten.
Wir wünschen frohe Ostern!
(Christoph)

„Wenn das so weiter geht, können wir Reis pflanzen.“

Tunnelaufbau am 16. März 2019

„Wenn das so weiter geht, können wir Reis pflanzen.“ Diese Einschätzung zur Beschaffenheit des Ackers war in der Woche vor dem eigentlich geplanten Pflanzfest am 16. März von unseren Gärtnern zu hören.
Der anhaltend ergiebige Regen hatte die Erde in Pudding verwandelt. Dazu kam, dass am Abend des 4. März die zuvor in gemeinschaftlicher Arbeit errichteten Folientunnel vom Sturm arg gebeutelt wurden. Die Folien rutschten zur Boden und einige Bögen lockerten sich. Hier musste also eine noch wetterfestere Befestigung her.

Die leise Befürchtung, dass unter diesen Umständen keine Jungpflanze in den Acker gebracht werden könne, bewahrheitete sich und so bekam der Ackertag kurzerhand ein neues Motto: „Folienaufbau Teil II“.
Der Regen stellte dann auch am Samstag die ca. 60 fleißigen Helferinnen und Helfer, die sich gegen Nässe und Kälte gerüstet auf dem Acker einfanden, auf eine harte Probe. Nach einer kurzen Lagebesprechung wurden in beispielloser Teamarbeit die heruntergewehten Folien ausgerollt, nochmals zurechtgeschnitten und über die Bögen gezogen.

Anschließend wurden die Folien mit den zwischenzeitlich befüllten Sandsäcken beschwert und durch viele helfende Hände mit Seilen „abgespannt“. In der Scheune wurden die von unseren Gärtnern gebauten Tore für die Tunnel mit Folienresten bespannt und diese dann in die Tunnel eingesetzt und befestigt. Während die Großen im wahrsten Sinne des Wortes „ackerten“, vergnügten sich die mitgebrachten Kinder relativ trocken im Heu und im Sand unter der Remise.
Dass auch hier am Ende der ein oder andere nasse Fuß zu verzeichnen war, lag hauptsächlich an der einladenden Matschlandschaft vor dem Acker.

Mittags stärkten sich alle an den leckeren mitgebrachten Snacks und Kuchen am Buffet in der Remise. Fazit des Tages: Wir haben zusammen richtig was geschafft! Jetzt haben wir gute Voraussetzungen, für alles, was in den nächsten Wochen in die Erde muss.


Vielen Dank, an alle, die geholfen haben! – ob beim Rollen, Schneiden, Schaufeln, Tackern, Sägen, Hämmern, Tragen, Befestigen, Halten, Fahren, Backen oder Kinderhüten – und beim nächsten Mal hat das Aufsetzen des Kaffees oberste Priorität, versprochen!
(Lena)

Im Auftrag der Pflanzen unterwegs.

So Leute,

kleine Märchenstunde zu unserer Tour. Wir (Herbert, Micha und ich) sind am 12. Januar um 5.24h in Ahrenswohlde losgefahren um ein paar Dinge abzuholen und anzugucken.

Erster Halt: Wachtendonk im Ruhrpott …wunderschöne Industriebrache… Egal. Wir waren bei „Olli“. Der hat ein Abwrackunternehmen wo Autos zerlegt werden, die nur noch die EURO 4 Abgasnorm erfüllen. Da standen auch ein Tuareg von 2013 (den er liebevoll als Sondermüll deklarierte) und diverse andere relativ neue Autos. Da hat man doch das Gefühl, die Herstellung dieser Fahrzeuge war Rohstoffverschwendung.

Na gut, wir haben dort den „Kleinen“ abgeholt. Ein Einachstraktor von Goldoni mit 6,8 KW, Lombardini-Benzin-Motor, verstellbarer Spurbreite und Lenker-Holmen. Dazu gab es eine Kreiselegge mit 75cm-Arbeitsbreite und eine Fräse mit 55cm Arbeitsbreite. Und noch eine kleine Walze mit 100cm-Arbeitsbreite. Letztere war nicht auf unserem Plan aber haben ist besser als brauchen. Nun war aber leider keine Bedienungsanleitung bei dem Kleinen dabei. Also haben wir erst einmal rumprobiert. Die Maschine funktioniert und ist in einem echt guten Zustand. Nur leider muss die Kupplung bzw. der Bowdenzug dafür nochmal eingestellt werden. Dazu bringen wir das gute Stück noch zum Schmied nach Kammerbusch.

Und dann ging es nach Blender zu Homann, Folienhäuser angucken. Auf dem Weg nach Blender hat es ordentlich geregnet, aber um 15:27 Uhr waren wir endlich da und wurden vom Junior sehr nett empfangen. Nach einem kurzen Spaziergang durch die riesigen Glashäuser waren wir draußen bei den Tunneln. 2 Stück zu je 74m Länge und 6m Breite. Leider sind die Bögen am Scheitelpunkt gequetscht (gewollt) und somit ziemlich fest verbunden. Also werden wir die wahrscheinlich komplett transportieren müssen. Herbert, Micha und ich suchen da noch nach einer Möglichkeit die Gestänge dort weg zu bekommen.

Eine Variante wäre die Gestänge im Scheitelpunkt auseinander zu flexen, aber dann ist der Aufbau aufwendiger und es kostet extra Material. Andere Variante ist sich mit dem Hersteller auseinander zusetzen und nach Möglichkeiten zu fragen was ich nächste Woche in Angriff nehme. Die schönste Variante ist der Tiefladeanhänger von Herberts Kumpel, um die dort komplett drauf zu stellen. Abbau generell schätze ich so ein, dass wir 10 Leute vor Ort brauchen inkl. dem Transportfahrzeug. Laut Arne (der Junior Chef) können wir uns Zeit lassen mit dem Abbau aber ich würde sagen: je eher desto besser. Zu den Tunneln gehören die Bewässerungsleitungen für die Beregnung, die Erdanker, die Folie, die Tore, die Seile und das Zubehör, um die Erdanker in die Erde zu bohren.

Den Aufbau in Ahrenswohlde müssten wir ggf. auch in einer gemeinsamen Aktion durchziehen. Je nachdem wann wir die Teile holen können, je eher desto besser. Dann könnten die ersten Kulturen dort auch schon rein.

Ja, letztlich waren wir alle gegen 18 Uhr wieder daheim, haben viel gesehen, viel geschnackt und sind viel Auto gefahren. Alles in allem eine gute Aktion. So, nun seid Ihr alle ein bisschen mehr im Bilde. Wenn Ihr Ideen habt zum Auf- und Abbau dann her damit. Aber eine wichtige Sache noch… vielen Dank an unsere Investoren die diese Anschaffung mit Ihren Krediten erst möglich gemacht haben.

DANKE AN EUCH!

Liebe Grüße,
Moritz